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Im Sternzeichen des Wassermanns geboren, genau gesagt am 30.1.1951, lässt Klaus die Zeit der "Flower-Power" nicht ungenutzt verstreichen. Zunächst entdeckt er die Gitarre als Trommel, erkennt aber bald, dass sie sich auch gut zum Begleiten von Songs und sogar als Soloinstrument eignet. Er studiert zwei Semester Jazz-Gitarre. Mit der eigenen Band (IMPULS) und Bussen geht es dann Anfang der 70er auf Tour. Großes Vorbild ist natürlich "Pink Floyd", aber als Vorgruppe hat die Band ihren direkten Kontakt zu Gruppen wie "Earth and Fire" und "Nektar", die zudem abgefahrene "Space-Lightshows" bieten. "Der Nektar-Gitarrist spielte einen Stil, bei dem mir einfach die Mütze wegflog. Selbst heute erwische ich mich oft dabei, dass ich in einem Stil spiele, der an Nektar erinnert", bekennt der Gitarrist dreißig Jahre später. 1976 wird Klaus Hoffmann Sologitarrist bei "Alma Ata". Eine erste LP-Aufnahme führt ihn in die Welt der Studiotechnik ein. Er lernt elektronische Instrumente wie das Mellotron und den Mini-Moog kennen und schätzen. Obwohl heute mit den digitalen Geräten alle Sounds möglich sind, kommen Kenner wie Klaus Hoffmann-Hoock gerne auf den warmen analogen Klang zurück. "Ich benutze auch jetzt noch am liebsten die Mellotronsounds, die sind einfach toll." Das eigene Studio wächst, die Professionalität der Gruppe trägt viel zur Weiterentwicklung bei, doch insgesamt sind Klaus "die Bedingungen zu chaotisch". Er unterzeichnet 1981 einen Vertrag mit der EMI und erzielt als "Cosmic Hoffmann" mit der Single "Weltraumboogie" einen Achtungserfolg. Das bringt einen Fernsehauftritt, aber diese - wie der Titel schon vermuten lässt - kommerzielle Schiene läuft über die tieferen Gefühlsschichten des Musikers hinweg. Und das ist letztlich unbefriedigend.
1983 beginnen die Vorbereitungen für die erste eigene LP. WDR-Moderator Andreas Hub ist von dem Stück "Paradise" so begeistert, dass er es in einer weiterausgearbeiteten 22 Minuten-Version dem IC-Label anbietet. Daraufhin wird 1985 der Vertrag mit IC geschlossen und ein Jahr später erscheint "Music For Paradise". Damit ist zugleich das Projekt "Mind Over Matter" geboren. Stille in der Bewegung, meditative Reise, melodische Linie im Ambient-Space. Von seinen zahlreichen Asienreisen bringt Klaus immer wieder Stimmen und Stimmungen mit: Friedensbotschaften von Stammesfürsten im "Goldenen Dreieck", Mönchsgebete aus Kathmandu, trompetende Elefanten aus Thailand, Naturgeräusche und Gamelanklänge aus Indonesien sind mit filigranen rhythmischen Patterns zu einem magischen Gewebe verflochten. Das wächst und gedeiht in den weitflächigen Keyboardharmonien, erblüht mit der Melodie der Gitarre oder Flöte, verschwimmt und gewinnt plötzlich wieder Konturen - ein fließender, dynamischer Raum. Die Geburt seines Sohnes Tim inspiriert Klaus, der nun Hoffmann-Hoock heißt, 1988 zur zweiten LP: "The Colours of Life". Sein Sohn Tim ist als Gastmusiker dabei, wenn das Wunder des Lebens, das Mysterium von Geburt und Tod, in einer reichen Farbpalette von Stimmungen und Gefühlen zum Ausdruck kommt. Mit der dritten Scheibe beim IC-Label "Trance´n´ Dance" spannt sich der Bogen von Rock und Blues (Klaus: "Ich komme eigentlich aus der Blues-Rock -Ecke") zu einer musikalischen Form, deren Zukunft von Techno über Ambient bis Ethno sich 1990 noch kaum abzeichnet. Seit 1989 gibt M.O.M. in ganz Europa Liveperformances, Klaus spielt Gitarre und Flöte, die "Jungs" unterstützen ihn mit Keyboards und Percussion. "Das ist für das Publikum interessanter, als wenn ich nur alleine hinter den Keyboards sitze." Live werden geschmackvolle Tanzeinlagen geboten, dazu gibt´s diverse Theatereffekte und eine besondere Bühnengestaltung, Das 1992 veröffentlichte Album "In Search of Eternity" lebt von der Improvisation und zeigt kompositorisch die Handschrift eines erfahrenen Livemusikers. Eine ausgewogene Synthese aus Elektronik, Rock und Ethno. Mit den bisher auf IC erschienenen neun CDs gewann Klaus Hoffmann-Hoock europaweit mehrere erste Preise der Elektronischen Musik in den Sparten "Bestes Stück und Beste CD des Jahres". Seine Musik findet zudem immer wieder Verwendung bei Fernsehbeiträgen über Asien. Im Unterschied zu früheren Rockkonzerten erlebt Klaus heute mit "Mind Over Matter" eine neue Höreinstellung beim Publikum. "Die Elektronikfans können noch richtig zuhören, sie machen sich Gedanken. Sie haben sich wirklich mit meiner Musik beschäftigt und ich habe den Eindruck, dass ich viele neue Freunde gewonnen habe." So wird es auch weiterhin eine Aufgabe von M.O.M. sein, "den "dämlichen" Graben zwischen "Star" und Publikum mit Spaß und spielerischer Fantasie zu überwinden!" |
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